Der Bangshof und seine Geschichte
1978
Beat Hasler baut den Bangshof. Er ist der erste Bauer aus Ruggell, der aussiedelt. In seinem neuen Landwirtschaftsbetrieb hält Beat Hasler ca. 30 Kühe und betreibt auch Aufzucht. Daneben werden Kartoffeln, Bohnen und Spinat für die Hilcona angebaut.
1991
Norman Hasler übernimmt den Betrieb von seinem Vater.
1994
Der Beginn der Direktvermarktung mit 40 Hühnern im Feldstall. Erste Verkaufsübungen im "Hausiererstil" bei Läden und Restaurants in Liechtenstein.

1998
Ein erstes Käsekessi (200 Liter) wird angeschafft und erste Gehversuche in der Käseproduktion mit durchwachsenem Erfolg. Doch dieser stellt sich mit viel "lernen beim Arbeiten" (learning by doing) bald einmal ein.
Die Hühnerzahl wird nach und nach erhöht und bald ist der Feldstall zu klein für die inzwischen 1000 Vögel.
1999
Eröffnung des Sommerbeizlis und Beginn mit Buurazmorga.
Die Idee für den Buurazmorga stammt von der 700-Jahr-Feier der Schweizerischen Eidgenossenschaft, aufgrund derer in diesem Jahr am 1. August erstmals ein Buurazmorga auf Bauernhöfen lanciert wird.
Mit dem Gedanken, unseren Käse bekannt zu machen, damit er danach in den Geschäften auch erkannt und gekauft wird, bieten wir den Buurazmorga weitehin an. Es werden 40 Sitzplätze eingerichtet und am ersten Sonntag kommen 100 Leute!
Bau eines Hühnerstalles für ca. 2000 Tiere beim Hof. Darin integriert eine kleine Gastroküche.

2000
Das nächst grössere Käsekessi (550 Liter) wird angeschafft und die Käsevermarktung intensiviert. Wir beliefern viele Geschäfte und Restaurants in Liechtenstein. Später kommen die Manors in Sargans und Chur dazu.
Der Eierabsatz steigt kontinuierlich und sprengt bald unsere Kapazitäten.
In der Zwischenzeit produzieren wir schon 5 Sorten Ruggeller Käsle, den Liechtensteiner Käse mild und räss.
2001
Der Neubau des zweiten Hühnerstalls erfolgt. Jetzt können wir knapp 4000 Tiere unterbringen.

Zur Verwertung der Kleineier beginnen wir damit, Teigwaren zu produzieren.

2002
In einem ehemaligen Bauwagen wird der erste kleine Hofladen eröffnet und wir bieten neu auch Geschenkskörbe an.

Das Käsesortiment wird mit Lättaknätter, Raclettekäse, Winzerkäse und Huuschäsli erweitert.
2004
Wir kaufen 40 Milchschafe, die wir im Winter im Feldstall unterbringen, sonst aber ständig auf der Weide sind. Wir produzieren jetzt auch Schafkäse und -joghurt.

Da wir für die geplante Schaukäserei auf dem Hof keine Bewilligung bekommen, pachten wir in Frümsen eine alte Käserei, sanieren und beziehen sie. Dann bekommen wir den Bescheid, dass wir unter diesen Umständen unseren Käse nicht mehr "Liechtensteiner Käse" nennen dürfen. Also...
2005
...bauen wir auf dem Hof in den vier alten Garagen unter dem Wohnhaus eine neue Käserei. So haben wir das Problem behoben.

Der neue Hofladen entsteht

und das Angebot wird ausgebaut mit Produkten von andern Bauern aus der Region.

20 Damhirsche beziehen das Gehege links und rechts des Wassergrabens.
2006
Erweiterung des Käsesortiments mit dem "Bangshof Classic" und jeweils den Sommer über mit Ricotta.
Unser Kuhbestand ist bei ca. 70 Stück.
Erster Versuch mit 240 Pflanzen Himbeeren Herbsternte zum selbst pflücken

und einigen Johannisbeersträuchern für den Eigenbedarf.
Die Milchschafe müssen wir leider in diesem Herbst wieder verkaufen, da uns die Arbeit sonst buchstäblich über den Kopf wächst.
2007
Ausbau des Sommerrestaurants. Der Buurazmorga erfreut sich nach wie vor grosser Beliebtheit. An den schönen Sonntagen im Sommer geniessen ihn immer wieder viele Besucher.

Beginn der Konfitürenproduktion.
Beim Käse entwickeln wir den "Gröchta Käs".
2008
Auf Anfrage des Werdenberger Ziegenmilchpools beginnen wir mit dem verkäsen der bei uns angelieferten Ziegenmilch zu Ziegen-Hartkäse.
2009
Ab 2013 ist unser alter Kuhstall nicht mehr tierschutzkonform, was einen Neubau erfordert. Zudem haben wir langsam knapp Milch für die Käsenachfrage unserer Kunden. Also wird in diesem Jahr der neue Laufstall für unsere Kühe gebaut. Da hat's Platz für 110 Kühe, noch sind's 70. Bezug im November.

Die Himbeerplantage wird um 200 Pflanzen erweitert.
Im Herbst werden die noch verbliebenen Damhirsche zu Mostbröckli und Würsten verarbeitet, da uns immer wieder welche gerissen wurden.
2010
Einbau eines neuen Käsekellers mit Verpackungsraum, Umkleide, WC, Besprechungsraum und Büro in den alten Kuhstall.

2011
Installation einer ersten Photovoltaik-Anlage auf einem Teil des Daches vom neuen Laufstall.

Die Anzahl Kühe steht bei 80 Tieren.

Erweiterung der Himbeerplantage um 1200 Pflanzen. Auch 20 Johannisbeersträucher und 5 Stachelbeerpflanzen finden nebst zehn Rhabarberstauden noch Platz.